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Nachhaltigkeit in der Küche

Nachhaltigkeit in der Küche

Das Thema Nachhaltigkeit zieht in unsere Küchen ein. In den meisten Punkten können wir auch in der Koch-Zone vieles von unseren Großeltern lernen. Indem wir sparsamer, bewusster und schonender mit unseren Lebensmitteln und Ressourcen umgehen. Aber das ist leichter gesagt als getan. Gerade wenn wir noch schnell nach der Arbeit einkaufen gehen oder die Lust zum Kochen nach dem Training ausbleibt.

Wir geben euch Tipps und Inspirationen, wie Ihr eure Küche Stück für Stück nachhaltiger gestalten könnt.

Einkauf

Regional/ Saisonal

Wir alle wissen, dass im Winter keine Erdbeeren wachsen. Zumindest nicht in Deutschland. Was ich damit sagen möchte: Wir wissen alle ungefähr, wann es welches Obst und Gemüsesorten bei uns frisch zu kaufen gibt. Auch wenn es uns gefühlt seit unserer Kindheit schon aus den Ohren hängt, regional und saisonal einkaufen ist im Blick auf Nachhaltigkeit Punkt Nummer eins. Als Unterstützung dafür gibt es zum Beispiel Saisonkalender für Obst und Gemüse zum bestellen oder ausdrucken.

Wer nun doch nicht auf die geliebte Avocado verzichten möchte, für den gibt es zum Beispiel Apps wie CrowdFarming. Mit CrowdFarming kann der Verbraucher direkt bei dem jeweiligen Landwirt Produkte bestellen. Diese werden dann immer zum richtigen Zeitpunkt geerntet und verschickt. Dadurch kommt mehr Geld bei den Bauern direkt an und Überproduktionen werden reduziert. Viele der Landwirte sitzen in Spanien, aber auch Italien oder Deutschland.

Regionaler Einkaufskorb für einen grüneren Lebensstil

Unverpackt

Versucht doch mal beim nächsten Einkauf bewusst bei Obst und Gemüse auf die Verpackung zu verzichten. Das wird nicht zu 100% funktionieren, da vielleicht die Lieblingsäpfel in Plastik verpackt sind. Aber dafür landet das restliche Obst ganz ohne Verpackung im Korb.

Es gibt immer mehr Läden die sich genau das zur Aufgabe gemacht haben. Sogenannte Unverpackt Läden sprießen derzeit aus dem Boden. Wenn Ihr so einen Laden in der Nähe habt, dann probiert es aus. Es benötigt ein wenig mehr Vorbereitung als das Einkaufen im normalen Supermarkt. Gerade für eine größere Familie ist es mehr Aufwand mit den Behältern von Zuhause zum Laden zu fahren. Es muss auch nicht gleich der ganze Einkauf sein. Vielleicht habt Ihr drei oder vier Lebensmittel vorrätig, die Ihr euch dort regelmäßig auffüllen lassen könnt.

Food Saving

In einigen Städten gibt es mittlerweile Lebensmittel Retter. Das sind Freiwillige Helfer die von Supermärkten, Bäckereien oder Restaurants übrig gebliebene Lebensmittel abholen und an einen Sammelort bringen. Dort kann man die Produkte dann tauschen oder für einen geringeren Preis kaufen. Schaut doch mal im Internet ob es so etwas in eurer Stadt gibt. Eine App für „krummes“ Gemüse und Obst wäre zum Beispiel etepete. Die App toogoodtogo ist ein ähnliches Prinzip für Restaurants oder Cafés. Die Läden können dann übriggebliebene Speisen für einen geringeren Preis anbieten. Solltet Ihr mal zuhause frische Lebensmittel nicht mehr benötigen, dann klingelt doch bei den Nachbarn. Vielleicht freuen die sich darüber.

Aufbewahrung

Nachdem wir unseren Einkauf abgeschlossen haben, gehen wir über zur Lagerung.

Richtige Lagerung sorgt für eine längere Haltbarkeit der Lebensmittel

Frische Lebensmittel

Wir lagern verderbliche Lebensmittel gerne im Kühlschrank um die Haltbarkeit zu verlängern. Das trifft auch auf die meisten Obst und Gemüsesorten zu aber nicht auf alle. Es gibt im Internet Übersichtsseiten, die angeben, wie das jeweilige Obst und Gemüse gelagert werden soll.

Haltbare Lebensmittel

Ich finde es gut, immer eine bestimmte Menge an haltbaren Lebensmitteln vorrätig zu haben. So können wir immer etwas zaubern auch wenn wir keine Möglichkeit mehr haben einzukaufen. Wichtig hierbei ist, dass wirklich nur die Lebensmittel auf Vorrat gehalten werden, die wir wirklich brauchen. Von „Ladenhütern“ wird oft nur eine kleine Menge verwendet und anschließend landet die ganze Packung im Müll.   

Für eine bessere Übersicht eignen sich Vorratsdosen. Die sehen sehr schön aus und man sieht direkt, was drin ist. Dafür musst du übrigens nichts gleiche eine große Menge an Vorratsdosen kaufen. Beispielsweise kannst du auch alte Lebensmittelgläser aufbewahren und wiederverwenden.

Die liebe Anke von @wasteless_hero hat uns zum Thema haltbare Lebensmittel auch noch ein paar praktische Tipps mitgegeben.

Gurken: Gut waschen und abtrocken. Dann bestenfalls an einem dunklen Ort bei 10 – 13 Grad lagern. Halten so mehr als 4 Tage.

Tomaten & Paprika: Am besten in einer Schale aufbewahren ohne das sie gegeneinanderdrücken. Nicht im Kühlschrank.

Kräuter: Frische Kräuter in ein Glas mit Wasser stellen und das Ganze dann im Kühlschrank lagern.

Anke hat auch bereits ihren eigenen nachhaltigen Onlineshop und einen Podcast zu dem Thema.

Selbst Herstellen

Jetzt kommt ein Klassiker aus Großmutters Zeiten und zwar das Einkochen. Wir kennen das Bild von bunt gefärbten Einmachgläsern in Omas Keller, von Pickles bis hin zur Marmelade. Eigentlich ziemlich smart, reifes Obst und Gemüse ganzjährig verfügbar zu machen. Ob mit Zucker, Alkohol, Essig oder nur Hitze erhalten die Gläser eine unterschiedliche Haltbarkeit und der Geschmack verändert sich natürlich auch. Das Buch Selber machen statt kaufen – Küche verrät mehr zu diesem Thema. Darin werden die einzelnen Methoden erklärt und auch Rezepte sind mit dabei. Personen mit Obst und/oder Gemüsegarten freuen sich meistens, wenn man Ihnen beim Verarbeiten der Lebensmittel Hilfe anbietet. Im Gegenzug könnt Ihr euch dann sicher ein paar Gläser mit nach Hause nehmen.
Selbstgemachte Lebensmittel wie Marmerlade in einem Einmachglas

Zubehör

Zum Schluss möchte ich euch noch ein paar Alternativen zu gängigen Küchenutensilien mitgeben. Da wären zum Beispiel waschbares Küchenpapier, Küchenhelferset aus Bambus, eine Schüsselabdeckung anstatt Frischhaltefolie, Dauerbackmatten anstatt Backpapier oder Eiswürfelformen aus Edelstahl. Die Liste könnte ich ewig so weiterführen aber schaut doch mal bei Avocadostore – Eco Fashion & Green Lifestyle – Nachhaltig shoppen vorbei, die haben eine Menge an Alternativen zu herkömmlichen Küchenhelfern. Oder Ihr stöbert die Gebrauchtwarenmärkte durch, dort gibt es mehr als wir uns vorstellen können.

Abschluss

Ich hoffe ich konnte euch ein paar Inspirationen mitgeben, wie Ihr eure Küche nachhaltiger gestalten könnt. Falls Ihr Informationen zum Thema nachhaltig reinigen sucht, dann schaut doch mal bei folgenden Blogartikel rein: Do it yourself – Putzmittel

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